Borkenkäfer-Gefahr!
WICHTIG: Windwürfe und Schnee-bruch rechtzeitig aufarbeiten

Aktuelles aus Ihrer WBV -
Nr. I/II/III/2018 II/III/IV/2017
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Holzmarkt – Nach dem Schneebruch ist vor dem Käfer

Das Sturmtief “Friederike“ Anfang Januar 2018 in Mittel – und Norddeutschland, das Trockenjahr 2018 und der Sturm “Vaia“ in Italien im Herbst 2018 haben auf dem Holzmarkt Spuren hinterlassen.
Getragen von der guten Holznachfrage in der Bauwirtschaft hielten die Rundholzpreise bis Anfang 2018 dem Preisdruck stand. Allerdings drückte dann das immense Rundholzaufkommen in Europa den Preis um 15-20 €/fm und liegt derzeit niedriger als vor 2 Jahren.
Positive Preisimpulse für das 2. Quartal 2019 sind sicher nicht zu erwarten, auch wenn bedingt durch das hohe Schneeaufkommen, derzeit die Sägewerke nicht voll ausgelastet sind.
Aber deren Blick richtet sich schon Richtung Frühjahr: Wann kommt der Käfer? Dass er kommen wird, steht außer Frage.

Deshalb ist es jetzt wichtig, bruttaugliches Material aus dem Wald zu bringen, um dem Borkenkäfer gleich am Anfang wenig Angriffspunkte zu bieten. Das sind vor allem noch stehendes Käferholz aus dem Herbst 2018, aber auch die lokalen Schneebruchschäden, die zeitnah aufgearbeitet werden müssen.
Eine abschließende Schadensanalyse zu den Schneebruchschäden in den Bergen ist bis zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der Schneelage nicht möglich. Es ist aber von nicht unerheblichen Mengen an Schadholz auszugehen. Ein weiterer Schadensschwerpunkt liegt im Gebiet zwischen Halfing und Eggstätt.
Es überwiegen Schäden im oberen Gipfelbereich, viele Stämme bleiben lebensfähig. Flächige Schäden sind nicht, oder selten entstanden, es dominiert der Einzelbruch

Empfehlungen für das weitere Vorgehen bei Schneebruch:

  • In gebogenen Stämmen ist der Saftstrom oft teilweise unterbrochen. Weil aber die Krone noch vollständig ist, verdunstet der Baum mehr Wasser als vorhanden ist. Eine Fällung ist unumgänglich, wenn der Baum deutlich gebogen ist.
  • Gebogene oder gebrochene Hölzer bedeuten eine riskante bzw. erschwerte Aufarbeitung. Auch gebrochene und noch in der Krone hängende Gipfel stellen ein zusätzliches Risiko dar.
  • Verbleiben an einem gebrochenen Stamm noch 4 vollständige Astkränze, ist der Baum überlebensfähig, da er bei gleich groß bleibender Wurzel auch weniger Wasser verdunstet.
  • Schätzen Sie realistisch ein, ob Sie bis Ende April in der Lage sind, die Schadhölzer aufzuarbeiten. Ansonsten geben Sie uns rechtzeitig Bescheid, damit wir Aufarbeitungskapazitäten für Sie sichern können.

Michael Heffner



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