Borkenkäfer-Gefahr!
WICHTIG: Über den Herbst/Winter das restliche Käferholz aufarbeiten

Aktuelles aus Ihrer WBV -
Nr. I/II/III/2018 II/III/IV/2017
[weiterlesen]

Holzmarkt +++ Holzmarkt +++ Holzmarkt +++ Holzmarkt +++ Holzmarkt

Der Borkenkäfer bestimmt den Holzmarkt in Bayern

Wenig Käferholzaufkommen in Südbayern, extremer Befall der Fichte in Franken und Niederbayern.
Vorab die Informationen vom Bayerischer Waldbesitzerverband e. V. sowie dem
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Hr. Weber zu der Situation in Bayern:

WIRTSCHAFT/KONJUNKTUR
Die deutsche Wirtschaft erlebte im vergangenen Quartal einen weiteren Höhenflug. Nach einer leichten konjunkturellen Abkühlung zur Mitte
des Jahres stiegen die Werte ab August wieder sprunghaft an.
Im für die Forst- und Holzwirtschaft wichtigen Bauhauptgewerbe konnten neue Rekordumsätze verbucht werden.

HOLZ VERARBEITENDE INDUSTRIE

Die nadelholzverarbeitenden Betriebe konnten bei sinkenden Einkaufspreisen für Stammholz gleichzeitig die Preise für ihre Produkte auf hohem
Niveau halten und teilweise sogar leicht erhöhen. Die Absatzmärkte waren aufnahmefähig und die Versorgungslage aufgrund des hohen
kalamitätsbedingten Überangebotes mehr als ausreichend.
Die Versorgung mit Frischholz war in den allermeisten Fällen aufgrund von Rändelungshieben um vorhandene Käferlöcher ebenfalls in einem
gewissen Maße hinlänglich.

FORSTWIRTSCHAFT

Während zu Beginn des Quartals das Käferholzaufkommen in Bayern auf einem relativ normalen Niveau lag, stiegen die Zahlen ab August rasant
an. Die anhaltende Trockenperiode über die Sommermonate und die zusätzliche extreme Hitzeperiode setzten den Wäldern im Freistaat zu.
Neben den bekannten Käferregionen der letzten Jahre mehrten sich die Meldungen von frischem Stehendbefall im Norden Bayerns. Die Mengen
stiegen so rapide an, dass alle verfügbaren Ressourcen in die Käferholzaufarbeitung gelenkt wurden. Der normalerweise zum Ende des
Quartals beginnende Laubholzeinschlag konnte deshalb in vielen Regionen nicht durchgeführt werden.
Das zum Ende des Quartals auftretende Sturmtief „Fabienne" verursachte im Wald keine marktrelevanten Schäden.

NADELSTAMMHOLZ

Die Situation am bayerischen Holzmarkt war angespannt wie schon lange nicht mehr. Die großen kalamitätsbedingten Holzmengen aus den
von Sturm Friedericke betroffenen Bundesländern und die erheblichen Käferholzmengen aus dem benachbarten Ausland (vor allem aus der
Tschechischen Republik) führten zu einer Überversorgung der bayerischen Sägewerke.
Die Preise für frisches Fichtenholz haben in den letzten Monaten erneut leicht nachgegeben.
Zusätzlich wurden die Abschläge für Käferholz erhöht und lagen zwischen 25 und 30 € pro Festmeter.
Im Sog der Fichte haben sich die Preise für Kiefer ebenfalls nach unten korrigiert und lagen für Abschnitte (FL B/C, 2b) zwischen 65 und 75 €.
a Holzmarktbericht – III. Quartal 2018 – Seite 1 Quartal 2018 – Seite 2
Um den Holzmarkt nicht zusätzlich mit Mehrmengen zu belasten, haben die BaySF ihren Frischholzeinschlag in den Sommermonaten um ca.
200.000 fm deutlich reduziert und zusätzlich Hölzer in Nasslager transportiert.

LAUBSTAMMHOLZ

Die Nachfrage nach Buche war rege, konnte aber bedingt durch die in der Käferholzaufarbeitung gebundenen Kapazitäten nicht vollumfänglich
bedient werden. Die Preise wurden dementsprechend im niedrigen einstelligen Bereich nach oben angepasst,
Die Eichenpreise konnten aufgrund der ungebrochenen Nachfrage ebenfalls leicht nach oben angepasst werden, was zu Preissteigerungen von
teilweise bis zu 10 Prozent führte.

INDUSTRIEHOLZ

Papierholz aus dem Privatwald wurde zu den bis zum 31. Oktober gültigen Konditionen geliefert.
Die Nachfrage nach Laubindustrieholz ist im vergangenen Quartal stark gestiegen, was zu deutlichen Preiserhöhungen führte. Buche und Esche IL wurde
zu Preisen über 50 € pro Festmeter frei Wald gehandelt.

Im Gebiet der WBV Rosenheim war das Käferholzaufkommen sehr gering, so dass unsere Holzmengen, im Gegensatz zum Käferholz in Nordbayern, sehr zügig abgefahren werden konnte.
Eine deutliche Steigerung des Fichtenfrischholzpreises für Abschnitte ist auch im 4. Quartal nicht zu erwarten.
Allerdings ist die Nachfrage nach frischem und qualitativ hochwertigem Fichtenlangholz sehr gut mit Preisen zum Vorjahresniveau.
Bitte informieren Sie sich rechtzeitig vor dem geplanten Holzeinschlag über die Aushaltung und Qualitätsanforderungen bei dem zuständigen Holzvermittler

Michael Heffner



Nutzen Sie unsere Dienstleistungs-und Vermarktungsangebote. Das Team der WBV steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Den für Sie zuständigen Ansprechpartner (Holzvermittler) finden Sie hier:


Ansprechpartner anzeigen